Lernräume

Lernräume verbinden deine Planung mit dem Unterricht. Im Zeitplaner setzt du Lerneinheiten auf Termine und schaltest in der Sitzung frei, was die Gruppe sehen soll. Questboards machen aus Aufgaben einen Lernweg, den Lernende in ihrem eigenen Tempo gehen. Beides greift auf die Inhalte zurück, die ihr in der Lehrentwicklung aufgebaut habt.

In diesem Bereich

ZeitplanerQuestboards

Werkzeug 1 von 2

Zeitplaner

Lerneinheiten auf Termine setzen und in der Sitzung freischalten.

Welches Problem es löst

Zwischen der Planung eines Kurses und dem, was in einer Sitzung tatsächlich passiert, liegt oft ein Bruch. Die Planung steht in einem Dokument oder einer Tabelle, die Materialien liegen in einer Lernplattform, und in der Sitzung öffnest du eine Präsentation auf dem eigenen Rechner. Für die Lernenden ist nicht nachvollziehbar, was zu welchem Termin gehört, und nach der Sitzung suchen sie die Unterlagen in verschiedenen Ordnern zusammen.

Hinzu kommt, dass viele Plattformen Inhalte entweder ganz zeigen oder gar nicht. Wenn du eine Lösung erst nach einer Übungsphase zeigen willst oder eine Aufgabe erst freigeben möchtest, wenn die Gruppe so weit ist, bleibt nur der Umweg über das spätere Hochladen. Der Zeitplaner ist dafür gebaut, Planung und Durchführung in einem Werkzeug zu verbinden.

Planung und Unterricht verbunden

Dieselben Lerneinheiten aus der Lehrentwicklung landen direkt im Termin.

Freischalten in der Sitzung

Die Gruppe sieht Inhalte genau dann, wenn sie dran sind.

Alles in einem Termin

Lerneinheiten, Umfragen, Materialien und Notizen pro Lernabschnitt.

Keine einzelnen Links

Lernende erreichen den Plan, statt Material für Material zugeschickt zu bekommen.

Zeitplaner

So arbeitet ihr damit

Ein Plan hat drei Reiter: Termine, Lernende und Freigabe. Unter Termine legst du die einzelnen Sitzungen eines Kurses an und gliederst jeden Termin in Lernabschnitte. Jedem Abschnitt ordnest du Komponenten zu: Lerneinheiten aus der Lehrentwicklung, Umfragen aus dem Evaluationszentrum, Materialien oder Notizen für dich selbst.

In der Sitzung schaltest du frei, was die Gruppe gerade braucht. Ein Abschnitt wird sichtbar, wenn du ihn freigibst, und bleibt verborgen, bis es so weit ist. Unter Lernende und Freigabe legst du fest, wer den Plan sieht. Lernende erreichen ihn, ohne dass du für jedes Material einen eigenen Link verschicken musst, und finden nach der Sitzung alles am selben Ort wieder.

Die Übersicht des Plans zeigt alle Termine nacheinander. So erkennst du, wo im Kurs du stehst, welche Sitzungen noch vorbereitet werden müssen und welche Inhalte bereits behandelt wurden. Änderungen an einer Lerneinheit in der Lehrentwicklung sind im Plan sofort sichtbar, weil die Einheit nicht kopiert, sondern eingebunden wird.

Was sich im Lehralltag ändert

Die Vorbereitung einer Sitzung wird zur Auswahl aus dem, was schon da ist. Statt Material für jeden Termin neu zusammenzustellen, setzt du vorhandene Lerneinheiten ein und entscheidest, in welcher Reihenfolge sie freigeschaltet werden.

In der Sitzung selbst gewinnst du Kontrolle über den Ablauf. Lernende springen nicht voraus, weil die nächsten Schritte noch nicht sichtbar sind, und wer fehlt, findet nach der Sitzung alles, was freigeschaltet wurde. Für Vertretungen ist das ein großer Vorteil: Die Person, die einspringt, öffnet den Plan und sieht, welcher Termin ansteht und welche Inhalte dafür vorgesehen sind.

Zusammenspiel mit den anderen Werkzeugen

Der Zeitplaner ist der Ort, an dem die Lehrentwicklung im Unterricht ankommt. Lerneinheiten, Methoden und Materialien, die dort entstanden sind, werden hier auf Termine gesetzt. Die Gruppe, mit der der Plan verbunden ist, verwaltest du im Lernendencockpit.

Werkzeuge aus der digitalen Lehre und dem Evaluationszentrum lassen sich in einzelne Termine einbinden. Eine Pinnwand für die Ideensammlung, ein Live Quiz zur Wiederholung oder eine Umfrage am Ende eines Moduls stehen dann genau an der Stelle im Kurs, an der sie gebraucht werden.

Für wen es gedacht ist

Der Zeitplaner ist für alle gedacht, die Kurse mit mehreren Terminen durchführen: Lehrkräfte mit Unterrichtsreihen, Dozierende mit Seminaren über ein Semester, Trainerinnen und Trainer mit mehrtägigen Workshops. Er passt besonders gut zu Teams, die dieselben Lerneinheiten in verschiedenen Gruppen einsetzen.

Auch für Blended-Learning-Formate ist er geeignet, weil Lernende zwischen den Präsenzterminen auf die bereits freigeschalteten Inhalte zugreifen können.

Werkzeug 2 von 2

Questboards

Aufgaben als Lernweg, den Lernende im eigenen Tempo gehen.

Welches Problem es löst

In jeder Gruppe arbeiten Lernende unterschiedlich schnell. Die einen sind nach zehn Minuten fertig und langweilen sich, die anderen brauchen deutlich länger und fühlen sich abgehängt. Ein Arbeitsblatt für alle wird keinem richtig gerecht, und differenziertes Material vorzubereiten und zu verteilen kostet viel Zeit.

Dazu kommt die Frage der Motivation. Eine lange Liste von Aufgaben wirkt eher abschreckend als einladend, und wer nicht sieht, wie weit er schon gekommen ist, verliert schnell die Lust. Für Lehrende ist es außerdem schwer zu überblicken, wer gerade an welcher Aufgabe arbeitet und wo jemand festhängt. Questboards ordnen Aufgaben zu einem Lernweg, den jede Person in ihrem Tempo gehen kann.

Level statt Aufgabenliste

Challenges in Leveln bauen aufeinander auf und zeigen den Weg durch ein Thema.

Abgabe passend zur Aufgabe

Texteingabe, Bild oder Dokument, festgelegt pro Challenge.

Eigenes Tempo

Lernende arbeiten die Stationen selbstständig in der vorgegebenen Reihenfolge ab.

Im Zeitplaner eingebunden

Ein Questboard lässt sich einer Sitzung zuordnen.

Questboards

So arbeitet ihr damit

Du legst ein Questboard an und baust es aus Leveln auf. Jedes Level enthält Challenges, also einzelne Aufgaben mit Titel und Beschreibung, die sagen, was zu tun ist. Die Level ordnest du so an, dass ein Weg durch das Thema entsteht: von einfachen Einstiegsaufgaben bis zu anspruchsvolleren Herausforderungen.

Für jede Challenge legst du fest, in welcher Form Lernende ihr Ergebnis abgeben: als Texteingabe, als Bild oder als Dokument. Eine kurze Reflexion passt in ein Textfeld, eine Skizze oder ein Foto vom Experiment wird als Bild hochgeladen, ein ausgearbeitetes Handout als Dokument. So passt die Abgabe zur Aufgabe, statt alles in dasselbe Format zu pressen.

Lernende arbeiten die Stationen in der vorgegebenen Reihenfolge ab. Wer schneller ist, kommt weiter, wer mehr Zeit braucht, bleibt an seiner Stelle, ohne dass die ganze Gruppe warten muss. Questboards lassen sich wiederverwenden und für neue Gruppen anpassen.

Was sich im Lehralltag ändert

Selbstständige Arbeitsphasen werden planbarer. Statt allen dieselbe Aufgabe zu geben, stellst du einen Lernweg bereit und gibst den Lernenden die Verantwortung für ihr Tempo. Du hast mehr Zeit, einzelne Personen zu begleiten, weil der Rest der Gruppe weiß, was als Nächstes zu tun ist.

Lernende erleben ihren Fortschritt. Jedes abgeschlossene Level ist ein sichtbarer Schritt, und der Weg durch das Thema wirkt überschaubarer als eine lange Liste. Gerade in Gruppen mit großen Leistungsunterschieden hilft das, dass niemand unter- oder überfordert wird, weil alle am selben Weg arbeiten, aber nicht im Gleichschritt.

Die Abgaben machen die Arbeit sichtbar. Statt am Ende einer Arbeitsphase zu fragen, wer fertig ist, liegen die Ergebnisse zu jeder Challenge vor. Du kannst sie in der nächsten Sitzung aufgreifen, gelungene Beispiele zeigen oder gezielt bei denen nachfragen, die an einer Stelle hängen geblieben sind.

Zusammenspiel mit den anderen Werkzeugen

Questboards ergänzen den Zeitplaner. Während der Zeitplaner den Ablauf von Sitzungen strukturiert, eignen sich Questboards für längere Arbeitsphasen, Projektwochen oder Wiederholungen vor einer Prüfung. Ein Questboard lässt sich einem Termin zuordnen, sodass Lernende es dort finden, wo sie ohnehin hinschauen.

Die Inhalte einzelner Quests stammen häufig aus der Lehrentwicklung. Materialien aus Lerneinheiten oder Methoden aus dem Methodenpool lassen sich in Challenges weiterverwenden. Im Lernendencockpit siehst du, zu welcher Gruppe das Questboard gehört.

Für wen es gedacht ist

Questboards sind für alle gedacht, die selbstständiges Lernen fördern wollen: Lehrkräfte mit heterogenen Klassen, Dozierende mit Übungsphasen, Ausbildende, die Auszubildende durch ein Lernfeld führen. Sie eignen sich besonders für Formate, in denen Lernende über mehrere Tage oder Wochen an einem Thema arbeiten.

Auch für Freiarbeit, Lernbüros und Wochenpläne bieten sie eine digitale Struktur, die Lernenden Orientierung gibt und dir den Überblick erleichtert.

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